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Soziales


Soziales, eigentlich „soziales Netz“. Das sind, kurz gesagt, „die anderen“. Also die, die immer schuld sind, insbesondere die Eltern, Geschwister, Verwandten, Partner, Nachbarn und Kollegen fallen in diese Kategorie. Manchmal sogar unsere Freunde. Schließlich sind es „die anderen“, die uns nicht richtig lieb haben, uns nicht anerkennen und uns schlecht behandeln. Kaum einer von uns tut schließlich jemandem absichtlich weh oder ist gemein, das sind immer nur „die anderen“, nicht wahr? Schon mal daran gedacht, dass es sich bei den anderen auch um lauter „Ichs“ handelt?

Gerade diese Systemkomponente ist trotz ihrer Einfachheit (indem wir schlichtweg einige Namen aufzählen könnten) so komplex, dass mir bei ihrer Betrachtung beinahe in gleicher Weise schwindlig wird, wie wenn ich unter dem Sternenhimmel stehe und mir versuche, die Ausdehnung des ganzen Universums vorzustellen. Der innere Kreis eines sozialen Netzes besteht natürlich in der Familie, wobei wir je nach Lebensumständen und Alter damit entweder unsere Herkunftsfamilie, unsere selbstgegründete Familie oder auch beide meinen, wenn nicht sogar alle Verwandten (tot oder lebend und aus allen Generationen) mit dazu. Als äußersten, größten Kreis sind alle Menschen der Erde hinzuzuzählen, sowohl die lebenden, als auch diejenigen, die schon da waren und noch kommen werden.

Das soziale Netz definiert sich hauptsächlich über unsere Beziehungen, die selbstverständlich ganz unterschiedlichster Natur sein können, seien es nun Liebes- und Verwandtschaftsverhältnisse oder Beziehungen, die sich aus dem selben Wohnraum, aus geteilten Interessen oder sonstigen Gemeinsamkeiten ergeben. Kurzum beschreibt es, wie und welche Menschen und Menschengruppen miteinander in Kontakt stehen.

Unserer eigenen Verantwortung und Freiheit unterliegt es nun, diese Beziehungen zu gestalten, sei es über die Regelung von Nähe und Distanz, zeitliche Intensität der einzelnen Kontakte oder inhaltliche Formgebung, natürlich unter Berücksichtigung der vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten.

Die Qualität unserer Beziehungen orientiert sich vornehmlich daran, ein gutes Mittelmaß zwischen sich abgrenzen und sich öffnen zu finden, sowie an der Anwendung von allgemeingültigen Kommunikationsregeln, was ein Bewusstsein über zwischenmenschliche Grundbedürfnisse voraussetzt, vor allem die Fähigkeit zur Selbstreflexion. „Was du nicht willst, dass man dir tu´, das füg´ auch keinem anderen zu.“ Das ist - sehr vereinfacht - das ganze Geheimnis und gilt natürlich auch positiv formuliert und in alle Komponenten transferiert, woraus sich wiederum eine wertschätzende Haltung als Grundprinzip für ein erfülltes Dasein erweist. „Ich bin o.k. - Du bist o.k.“ (HARRIS, im gleichnamigen Buch)

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