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Transaktionsanalyse

Da die Arbeit am Heptagon sehr stark von meinem Interesse an der Transaktionsanalyse (TA) beeinflusst ist, darf hier ein diesbezüglicher Hinweis natürlich auch unter keinen Umständen fehlen...vor allem einfach deshalb, weil ich finde, dass die TA für unser oft schwer zu verstehendes Seelenleben wunderbare Erklärungsansätze bietet und auch ein klärendes Licht auf die Entstehung unseres Wertesystems wirft.

Die Transaktionsanalyse ist ein einfaches psychologisches Modell, entwickelt von Eric Berne schon in den späten 1950er Jahren und hat sich aus der Psychoanalyse heraus entwickelt. Aller Achtung vor Freud zum Trotz: Ich finde Eric Berne hat die Sache irgendwie einfacher und für jedermann leichter nachvollziehbar hingekriegt...

Ihre Grundannahmen, an die sich auch das Lebensmodell Heptagon hält und die allgemein als ethische Richtlinien gesehen werden können, sind folgende:


Und hier ein winzig kleiner Überblick über dieses geniale Modell:

Kurzfassung der Struktur und Funktion der Transaktionsanalyse (TA)

Eltern-Ich (EL)

Im EL sind die prägenden Botschaften unseres frühen Umfelds abgespeichert (Verhaltensweisen, Einstellungen und Leitsätze, die wir von unseren Eltern gelernt oder unbewusst übernommen haben). Wir unterscheiden fürsorglich/unterstützendes EL und kritisierend/kontrollierendes EL. Vorsicht! Aus diesem Ich-Zustand heraus verhalten wir uns oft besserwisserisch, bevormundend, belehrend, voller Vorurteile und können nichts hinterfragen. Wir behandeln andere dann wie kleine Kinder.

Nutzen wir das EL positiv, fördern wir andere und können konsequent sein.


Erwachsenen-Ich (ER)

Das ER ermöglicht uns, autonom (selbständig und unabhängig) zu entscheiden und die Inhalte der anderen Zustände, sowie auch Informationen von außen zu hinterfragen und zu überprüfen. Ein ausgeprägtes ER hilft uns daher, Probleme zu lösen und nötige Veränderungen in Angriff zu nehmen.

Aus dem ER heraus können wir sachlich bleiben und werden nicht von Emotionen beeinflusst, was vor allem für eine gute Kommunikation und einen wertschätzenden Umgang miteinander unerlässlich ist.


Kind-Ich (K)

Im K ist der Sitz unseres Selbstwertgefühls und unserer ureigenen Persönlichkeit mit unseren Wünschen, Trieben, Bedürfnissen, unserer Spontaneität, Neugier, Kreativität und Fröhlichkeit. Wenn wir diese Seiten ausleben können, sprechen wir davon, im natürlichen oder freien K zu sein, was uns ermöglicht, unbeschwert, spielerisch und humorvoll zu sein.

Da im K aber auch Reaktionen auf Begebenheiten unserer Kindheit gespeichert sind, beherbergt es auch unangenehme Gefühle wie Angst, Einsamkeit, Verzweiflung und Ärger, sowie eine ganze Reihe verschiedenster Schutzmechanismen (Verhaltensprogramme zum Schutz des Selbstwertgefühls).Wenn wir trotzig, manipulierend, rebellisch oder übermäßig angepasst sind, handeln wir aus dem
angepassten K
heraus. Oft nehmen wir dann eine Opferrolle ein und
scheuen uns davor, selbst Verantwortung für unser Leben zu übernehmen.





Für alle, die mehr wissen und sich da selbst vertiefen wollen, gibt es dazu natürlich jede Menge richtig gute Bücher...