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Zeit


Selbstverständlich hat auch die Zeit ihre Einflüsse auf unser Dasein und bestimmt daher eine eigene Dimension des Heptagons, denn ohne Zeit gäbe es keinerlei Entwicklung, keine Bewegung, keine Prozesse, keine Veränderung und ergo gar kein Leben. Wie vielfältig zeitliche Aspekte wirken können, sei also in diesem Abschnitt dargestellt.

Zum einen gilt natürlich ganz neutral der nach messbaren Elementen definierte lineare Zeitbegriff, der das Leben in Sekunden, Minuten, Stunden, Tage, Wochen, Monate und Jahre einteilt, aber auch immer wiederkehrende Zyklen beinhaltet, wie Mondphasen und Jahreszeiten oder auf körperlicher Ebene Biorhythmus, Menstruationszyklen und dgl., was zum Teil auch schon wieder auf Zusammenhänge mit unserem Gefühlsleben und unserer körperlichen Verfassung hinweist. Zum anderen gibt es da unsere individuellen Zeitbegriffe wie Kindheit, Pubertät oder Erwachsenenalter, mit dem wir die Zeit nur im Bezug auf unsere Lebenszeit einteilen oder Begriffe wie Schulzeit, Lehrzeit, Arbeitszeit, Freizeit usw., die unsere Zeitgestaltung definieren. Auch sprechen wir von Vergangenheit und Zukunft, die sich teilweise ebenfalls auf das individuelle Erleben des Hier und Heute beziehen. Oder haben Sie sich noch nie nach Beginn und Ende der Gegenwart gefragt?

Wir verwenden punktuelle Zeitangaben wie Uhrzeit oder Datum ebenso wie wir verschiedene Ereignisse zeitlich miteinander in Verbindung bringen (Bsp.: „Als die Großmutter starb, blieb die Uhr stehen“), die ihrer Bedeutung nach oft unabhängig vom linearen Zeitablauf sind. Ähnlich verfahren wir mit Zeitspannen, wenn wir verschiedene Abläufe und Tätigkeiten in Relation zueinander stellen, wie etwa - ganz banal - während einer Zugfahrt ein Buch gelesen zu haben. Außerdem setzen wir unsere ganz eigenen Zeitdefinitionen mit Begriffen wie seit, als, von - bis, während, immer, nie, bisher, immer wenn...

Bezüglich der ganzheitlichen persönlichen Freiheit spielen natürlich die persönliche Zeitgestaltung, aktives Zeitmanagement und ein Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen vergangenen und gegenwärtigen Erlebnissen eine große Rolle, besonders da viele Situationen unseres Alltags durch die Zeitkonstanz diverser Emotions- und Verhaltensmuster bedingt sind. Zudem summieren und verstärken sich verschiedene Impulse in ihrer Wirkung, wenn sie über gewisse Zeiträume gesetzt werden, was sich sprichwörtlich äußert als „steter Tropfen höhlt den Stein“ oder in Betrachtung des berühmten „Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt“.

Als besonders wunderbar empfinde ich die Möglichkeit virtueller Zeitreisen, die wir mittels Erinnerungsvermögen in die Vergangenheit und mittels Vorstellungskraft und Fantasie in die Zukunft machen können. Manch einer soll da ja schon hängen geblieben sein... Nein, nein, das ist kein Scherz! Wir alle haben unsere Phasen, wo wir mehr in der Vergangenheit leben als im Jetzt oder in Tagträumen gefangen sind, womit auch Sorgen und Zukunftsängste gemeint sind. Solcherlei Zeitreisen können und sollen durchaus entwicklungsförderlich sein, aber bewusstes Leben und Handeln setzt immer eine Rückkehr in die Gegenwart voraus, sehr wohl im Bewusstsein vergangener Erfahrungswerte als auch besonders im Hinblick auf zukünftige Ziele.

Individuell abgestimmtes Zeitmanagement ist eine echte Kunst!

 

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